Das Magazin der Tango Argentino Szene in Wien
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Der Tango Argentino an der TU Wien

Wo kommt eigentlich der Tango Argentino Tänzer-Nachwuchs her? Eine Frage die man kaum mit der Technischen Universität in Wien in Zusammenhang bringen würde.

„Zum „Aufbaulabor“ müsse ich hin“, erklärte mir der Portier der TU Wien am Karlsplatz. Als ich dort eintreffe werden gerade ein Dutzend Tische und Stühle zur Seite geschoben. Unbeeindruckt davon, bleiben ein paar Studenten an ihren Laptops weiter in ihre Arbeiten vertieft. Ausgerechnet hier finde ich den Tango Argentino Nachwuchs Wiens – und einiger anderer Länder. Es ist International, man spricht Englisch.

Tango Argentino im Aufbausaal der TU Wien

Seit Oktober 2015 unterstützt die TU Wien die Gruppe Tango Argentino. Man will hier den über das reine Tanzen hinaus auch dessen Musik und Geschichte vermitteln. Die aus Belgrad stammende Ana Djuricic und – seit einigen Monaten – auch der aus Neapel stammende Stefano Elefante kümmern sich um Organisation und Unterricht. Beide arbeiten am Departement of Geodesy and Geoinformation. Die Leidenschaft für den Tango Argentino verbindet sie. Die Tango Gruppe führen sie als Idealisten. Stefano ist „Tanzlehrer“ und „DJ“ in Personalunion. Es sind ca. 40 bis 50 Studenten die mehr oder weniger als aktive Tangueros bezeichnet werden können. Die Musik orientiert sich am Tango de Salon. In unregelmäßigen Abständen gibt auch einmal ein etablierter Profi aus der Wiener Tango Tanzschulszene ein Gastspiel, die eine oder andere TU Milonga wartet auch mit Besuchern von außerhalb auf. Der Tango Argentino an der TU Wien ist nur für Studenten und TU Staff offen.

Die Türe zum Tango Argentino an der TU Wien. „DJ“ Stefano bereite die Playlist vor. “Tanzleher” Stefano Elefante.

Aber, und das ist doch bemerkenswert, der Tango Argentino hat es sogar in den – doch eher konservativ angelegten – traditionellen Ball der TU Wien in die Hofburg geschafft. Für eine Special Milonga war dort eine Lounge eingerichtet. Sie war gut besucht und die Milongueros tummelten sich im traditionellen klassischen Ball-Dresscode (!) am Parkett.

Die Atmosphäre im Aufbausaal ist konzentriert. Die Studenten bemühen sich um die Schritte und „Figuren“. Sie nehmen die Sache ernst. An ihren Gesichtern ist so etwas wie eine schüchterne Freude zu sehen. „Sie werden hier eher nur Anfänger bleiben“, meint Stefano. Die Studienzeit dauert nicht lange genug, als dass der Tango hier seiner ganzen Fülle und richtig erlernt werden könnte. Die Tango-Szene Wiens darf Danke sagen, dass hier mit so viel Engagement ein Tango Argentino “Aufbaulabor” zur Nachwuchsförderung bereitgestellt wird.

Tango Argentino TU Wien Facebook Gruppe

Bilder © Bernhard Siegl, Plakat © TU Wien

Kommentar

  • Super Blog ! s.g. Beschreibung der Szene … ich war ja gestern auch dort – Milonga, nicht sehr viele Tänzer, ich konnte mich aber bestens mit schon bekannten eher ´advanced´ T@as am Parkett bewegen . 🙂 🙂 🙂

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