Das Magazin der Tango Argentino Szene in Wien
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Altaussee & Tango Argentino

Loser Altaussee

Tag 12: Mein erstes Paar Tanzschuhe

Inzwischen waren 10 Tage vergangen. Die Bilder meiner ersten Tango Argentino Lektion blieben frisch und lebendig täglich präsent. So wie ich auch täglich Videos voll mit Tango Argentino Musik und Tanz konsumierte. Ja, Konsumieren. Mehr war es noch nicht. Denn ich verstand ja noch überhaupt nichts. Aber, erstmals genoss ich einfach unvoreingenommen Musik. Eine neue Erfahrung – Kopfmensch, wie ich nun Mal bin.

Ich hatte eine Woche im Ausseerland hinter mir. Eine kurze Rundreise zur Verwandtschaft. Als ich da hoch oben am Loser stand und zum Altausseer See runter blickte, war an Tango und irgendwelches Argentino-Feeling nicht zu denken. Das Herz ging mir auf. Da oben über der Welt, wurde mir erstmals bewusst, wo mein emotionaler Heimatort wirklich liegt. Altaussee. Aber wie passte das zusammen? Altaussee und Tango Argentino? Nicht, dass mich das sonderlich beschäftigte. Es wirkte auch überhaupt nicht eigenartig, umgeben von Trachtenträgern zu sein. Menschen die scheinbar dem Rest der Welt deutlich weniger Bedeutung zugestanden, als den jeweiligen Heimatvierteln. Ich blieb in einer Hinterkopf-Tango-Geräuschkulisse gefangen. Trotzdem konnte ich problemlos auch den hiesigen Musikschaffenden zuhören. Stellte sich die Frage, was es wohl sein mag, das den Tango Argentino ganz natürlich mit der Musik des Alpenvolkes verbindet. Die Instrumentierung? Die erzählten Geschichten? Das tanzbare Element, dass „einfährt“. Meine Freunde von „Rauhnacht“ könnten es vielleicht beantworten. Sie sollten es versuchen.

Rauhnacht – Sog ma oas

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